Free Agency: Die Top 25 Free Agents – Teil 1

LeBron James, Dwyane Wade, Chris Bosh, Amar'e Stoudemire, Joe Johnson, Carlos Boozer … die Namen der Topstars geistern seit Wochen durch die Medien. Ab 0:01 Uhr am 01. Juli gibt es aber noch eine ganze Reihe Spieler ohne laufende Verträge, die einem Team extrem weiterhelfen können.

Deshalb präsentieren wir euch heute und morgen die 25 besten Free Agents auf dem diesjährigen Transfermarkt …

Die 25 Free Agents – Teil 1

1. LeBron James, Small Forward
James ist der vielseitigste Basketballer der Welt, gewann in seinen sieben NBA-Jahren allerdings weder eine Meisterschaft, noch ein einziges Finalspiel. Seine Vielseitigkeit, die enorme Physis und ein Talentpaket, das so noch kein Spieler seiner Statur an den Start gebracht hat, machen ihn dennoch zu einem künftigen Hall-of-Famer.

James ist der Star-Domino, der als erster fallen wird. Keine anderer Hochkaräter wird vor ihm unterschreiben, keine der Franchises mit großen Gehaltsressourcen wird sich für einen anderen Kandidaten entscheiden, bevor LeBron nicht abgesagt hat.

2. Dwyane Wade, Shooting Guard
Eigentlich kann Wade locker von dieser Liste gestrichen werden. Der Mann wird in Miami bleiben, übernahm in den vergangenen Tagen sogar schon den Job seines Chefs Pat Riley. Während der Personalboss in Miami – wie alle Manager – noch keinen Kontakt mit den Free Agents anderer Teams aufnehmen durfte, traf sich Wade mit James und Bosh, um mit ihnen die Möglichkeiten einer gemeinsamen Zukunft in Miami auszuloten.

Wade erklärte bereits nach dem Aus gegen die Boston Celtics im April, dass er nie wieder in der ersten Playoff-Runde ausscheiden werde. Mit seinen beiden Kumpels an Bord, dürfte das auf absehbare Zeit nicht mehr passieren …

3. Chris Bosh, Power Forward
Es scheint, als hätten die Toronto Raptors keine Chance, ihren Star erneut unter Vertrag zu nehmen. Zu häufig geistern die Meldungen durch die Presse, die Bosh als Anhängsel von James bezeichnen und beteuern, dass der Big Man zu der Franchise wechselt, die auch den King begrüßen wird.

Rein basketballerisch macht diese Paarung Sinn. Bosh trifft aus der Mitteldistanz, ist ein guter Pick-and-Roll-Spieler. Demnach passt sein Spiel perfekt zu dem von LBJ. Einzig ein sich hartnäckig haltendes Gerücht, um einen möglichen Sign-and-Trade-Deal, der Bosh für Andrew Bynum zu den Lakers schicken soll, stört die traute Zweisamkeit der beiden Free Agents. Ach und dann wäre da noch der Fakt, dass Boshs neues Team einen Center braucht. Auf der Fünf ist der 26-Jährige wenig effektiv.

4. Dirk Nowitzki, Power Forward
Seit gestern steht fest, dass Nowitzki seine Spieleroption gezogen und den Vertrag bei den Dallas Mavericks vorzeitig aufgelöst hat. Dies macht Sinn. Im kommenden Sommer endet der aktuelle Tarifvertrag, der unter anderem festlegt, wie viel Geld die NBA-Profis maximal verdienen können. Da es aller Voraussicht nach Kürzungen bei den Gehältern geben wird, handelt Nowitzki (oder auch Paul Pierce) also nur vorausschauend. Außerdem hat es einige Vorteile, wenn ein Spieler nicht etwa den bestehenden Vertrag verlängert, sondern einen neuen unterzeichnet. Einer davon ist die Tatsache, dass sich der 32-Jährige eine „No Trade"-Klausel in das neue Arbeitspapier schreiben lassen. Diese würde es seinem Club verbieten, ihn ohne seine Einwilligung zu traden.

Fragt sich, ob sein Ausstieg auch einen Abschied nach sich ziehen wird? Sicher scheint, dass sich eine Menge Teams um die Dienste des Deutschen bewerben werden – übersteigt die Zahl der Franchises mit freiem Geld doch bei weitem die Anzahl der Star-Free-Agents. Es wäre allerdings eine mittelschwere Überraschung, wenn der Deutsche Dallas verlassen sollte. Nowitzki spielt seit 1998 in Dallas, die Stadt ist zur zweiten Heimat geworden. Außerdem werden die Mavericks alles tun, um das Gesicht ihrer Franchise zu halten und ihm einen weiteren Star per Sign-and-Trade an die Seite zu stellen. Mavs-Besitzer Mark Cuban hat schon angekündigt sich mit jedem der Top-Free-Agents treffen zu wollen.

5. Amar'e Stoudemire, Power Forward
Stoudemire war nach dem All-Star-Break 2010 einer der absolut besten Spieler der NBA. Davor allerdings machten täglich Wechselgerüchte die Runde, in denen die Houston Rockets und Miami Heat prominente Rollen spielten. Hintergrund: Stoudemire verlangt einen Maximalvertrag, die finanziell vorsichtigen Suns wollen diesen wohl nicht geben.

Jeder potenziell interessierte Club sollte auf jeden Fall einen gründlichen medizinischen Check veranlassen, stehen doch hinter dem im Jahr 2005 operierten Knie des 27-Jährigen (Mikrofraktur aufgrund eines Knorpelschadens) einige Fragezeichen. Fraglich ist außerdem, wie interessiert die Heat noch sind. Chris Bosh scheint höher, auf der Wunschliste am South Beach zu stehen. Auch und vor allem, weil Stoudemire defensiv nicht so viel zu bieten hat, wie sein Konkurrent aus Kanada. Der Mann, der sich selbst „Sun Tzu" nennt, wird sich trotzdem vor Anfragen nicht retten können. Vor allem die Nets und Knicks dürften vorstellig werden, sollten LeBron James und Chris Bosh nicht mehr zu haben sein.

6. Carlos Boozer, Power Forward
Kann ein Team mit Carlos Boozer als Power Forward eine Meisterschaft gewinnen? Wohl nicht, wenn der 28-Jährige der Top-Star der Mannschaft ist. Boozer ist eine perfekte zweite Geige, ein Lowpost-Scorer, der den Go-to-Guy an seiner Seite perfekt ergänzt.
Zu mehr reicht es nicht, das hat die Playoff-Serie der Jazz gegen die Lakers klar gezeigt – lange gegnerische Defensivreihen schränken die Effektivität des klassischen und kleinen (2,05 Meter) Big Man erheblich ein, da er nicht die Möglichkeit hat an die Dreierlinie auszuweichen. Boozer dürfte als „Trostpflaster" bei einem der Teams landen, die in Sachen „Superstars" leer ausgehen.

7. Joe Johnson, Shooting Guard
Kein Free Agent dieses Jahrgangs sah seine Aktien während der Playoffs so in den Keller rauschen wie Johnson. Mit den Atlanta Hawks spielte er katastrophale Serien gegen die Milwaukee Bucks (42,3 FG% und 25,0 3P%) sowie Orlando Magic (29,8 FG%, 17,6 3P%) und büßte in der Folge den Status als stiller Superstar ein.

Allerdings bringt Johnson die Gabe eines (in der Regel) extrem sicheren Distanzwurfes zu einem etwaigen neuen Team. Damit ist er unter den Top-Five der einzige Außenspieler, der eine Gefahr von der Dreierlinie darstellt. Er ergänzt die Talente von James, Wade und Co. somit perfekt. Gut möglich, dass er ein Wiedersehen mit Mike D'Antoni in New York feiert, unter dem er schon in Phoenix zum Star reifte.

8. David Lee, Power Forward
Lee zeigte in den vergangenen beiden Jahren, dass er zu den besten Reboundern der NBA gehört und aus dem Pick-and-Roll heraus sicher abschließen kann. Inwiefern sind seine 20,2 Punkte und 11,7 Rebounds pro Partie aus der Saison 2009/10 aber dem Fastbreak-System der Knicks geschuldet?

Lee wird wohl – nach den auch hier vor ihm stehenden Big Men – ein Team finden und für weniger Geld zu haben sein. Vielleicht wird er sogar mehr Leistung bringen, als die höher eingeschätzten Kollegen.

9. Rudy Gay, Small Forward
Gay ist im Gegensatz zu allen anderen Namen auf dieser Liste nicht komplett vertragsfrei, sondern ein „Unrestricted Free Agent". Bedeutet: Die Memphis Grizzlies können mit jedem Angebot für den Small Forward gleich ziehen– Gay müsste dann in Tennessee bleiben. Und genau das hat der Besitzer der Franchise, Michael Heisley, bereits angekündigt.
Fragt sich jedoch, ob die fast schon traditionell sparsamen Grizzlies wirklich eine große Offerte für den 23-jährigen Gay kontern würden. Dass diese eintreffen, erscheint aufgrund der Tatsache, dass es neben LeBron James keinen jungen Star-Small-Forward auf dem Markt gibt, als so gut wie sicher. Die L.A. Clippers sollen extrem interessiert sein.

10. Paul Pierce, Small Forward
Der 32-Jährige scheint (ähnlich wie Dirk Nowitzki) vor allem aus finanziellen Gründen, per Option aus seinem Vertrag ausgestiegen zu sein. Auch von Pierce erwarten viele Experten, dass er bei der einzigen Franchise, für die er je gespielt hat, bleibt.

Allerdings sind auf dem Markt in dieser Klasse, nur LeBron James und Rudy Gay als Small Forwards zu haben. Pierce dürfte also einige Offerten bekommen. Sein Bleiben in Boston wird von den Plänen der Celtics abhängen, die vor der Entscheidung stehen, dem alternden Kader noch mal eine Chance zu geben, oder angesichts der Free Agency von Pierce und auch Ray Allen, den Neuaufbau zu wagen.

MORGEN GEHT ES WEITER MIT DEN PLÄTZEN 11 BIS 25 …

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